Das Museum als außerschulischer Lernort
Die Bedeutung eines Museums bemisst sich nicht nur an Besucherzahlen oder Einnahmen. Ein Museum ist auch nicht nur die Ausstellung, die man besichtigen kann.
Ein Museum, welches den Namen verdient, hat vielfach mehr Aufgaben und Verpflichtungen zu erfüllen.
Laut Definition der ICOM (International Council of Museums) ist ein „Museum eine nicht gewinnorientierte, dauerhafte Institution im Dienst der Gesellschaft, die materielles und immaterielles Erbe erforscht, sammelt, bewahrt, interpretiert und ausstellt. Öffentlich zugänglich, barrierefrei und inklusiv, fördern Museen Diversität und Nachhaltigkeit. Sie arbeiten und kommunizieren ethisch, professionell und partizipativ mit Communities. Museen ermöglichen vielfältige Erfahrungen hinsichtlich Bildung, Freude, Reflexion und Wissensaustausch.“
Neben der Sammlungspflege, der konservatorischen Arbeit, der Erforschung und Dokumentation von Sammlungsbestandteilen, der Recherchearbeit zu externen Anfragen und der Öffentlichkeitsarbeit, ist auch die Bildungsarbeit fester Bestandteil des Betätigungsfeldes der Mitarbeiter.
Museen haben als außerschulische Lernorte einen wichtigen gesellschaftlichen Bildungsauftrag, den auch unsere Museen gern erfüllen. Die Museen der Stadt Zella-Mehlis haben im Bereich Museumspädagogik bereits einige Angebote, wie die Rallyes mit den Museumsmaskottchen oder diverse Bastelangebote zum Jahreszeitenkreislauf mit Kurzführungen im Rahmenprogramm. Wir bieten neben privaten Führungen, auch Führungen für unterschiedliche Bildungseinrichtungen, wie Schulen, Kindergärten, Bildungscamps und berufsbildende Einrichtungen an.
Dass dies sehr gut angenommen wird, zeigen u.a. die Einträge in unseren Gästebüchern.



Schüler jeden Alters haben in den Museen die Möglichkeit, die Geschichte ihres Heimatortes an ganz konkreten Original-Objekten zu erfahren. Die Museumsmitarbeiter geben ihr Wissen lebendig mit Hilfe von Anschauungsmaterialien, wie diverse Edelsteine oder lokale Musikinstrumente an die Schüler weiter. Hier kann man Geschichte riechen, sehen und hören – losgelöst von Büchern und Arbeitsblättern. Was man einmal selbst im Original gesehen oder gehört hat, bleibt meist deutlich eindrucksvoller in der Erinnerung hängen. Einzelne unterrichtsrelevante Bereiche, wie z.B. Heinrich Erhardt mit seinen Erfindungen oder große Zusammenhänge wie die Entstehung der Stadt in Zusammenhang mit dem Eisenerzaufkommen in der Region werden so deutlich lebendiger als es im Klassenzimmer möglich ist.
Daher ist es enorm wichtig, Museen mit ihren Möglichkeiten, wie Original-Objekten und dem Wissen der Mitarbeiter, auch weiterhin für zukünftige Generationen zu erhalten.
Wir möchten uns hiermit auch für das immer wieder entgegengebrachte Vertrauen der Bildungseinrichtungen, die mit ihren Schützlingen zu uns kommen, bedanken. Hier findet eine wertvolle Zusammenarbeit statt, die sich zu bewahren lohnt.
Euer Team der Städtischen Museen Zella-Mehlis










