Zella-Mehlis ist reich an Geschichte(n)!
Neuigkeiten
Neuerscheinung über Schießstände in Zella-Mehlis

Es ist vollbracht! Das Heft Nummer 10 aus der Reihe „Zella-Mehliser heimatgeschichtliche Beiträge“ mit dem Titel: „Historische Schießstände in Mehlis, Zella St. Blasii und Zella-Mehlis“. Das unter der Autorenschaft von Konrad Elßmann entstandene Werk gibt auf 78 Seiten einen Überblick über die einst in unserer Stadt vorhandenen Schießstände.
Objekt des Monats September 2026 ‒ Schmelztiegel

Im September 1994 wurden bei Abriss- und Bauarbeiten in der Zellaer Kirchstraße dutzende an Fliegerbomben erinnernde zylindrische Hohlkörper gefunden. Die Herkunft und der ehemalige Verwendungszweck dieser Hohlkörper waren zunächst rätselhaft. Wie aber gleich vermutet wurde, haben diese Zylinder etwas mit einer Gießerei zu tun. Schließlich wurden einige unbeschädigte Exemplare in das damalige Heimatmuseum verbracht und fanden endlich 2002 in der neu gestalteten Ausstellung zur Geschichte der Eisengewinnung und -verarbeitung im heutigen Stadtmuseum Beschußanstalt als wichtiger Sachzeuge zur Industriegeschichte unserer Stadt ihren Platz.
30. Schmiedefest 2026 - ein Resümee

Das 30. Schmiedefest am Technikmuseum Gesenkschmiede am Samstag, dem 15. August 2026 ist nun auch schon wieder Geschichte. Schön war es – wie immer!
Objekt des Monats August 2026 ‒ Gäulskopf

Heuer hat uns der Juni die bisher heißesten Tage des Jahres beschert. Früher war das gefühlt dem Juli und August vorbehalten. Ohne Sonnenschutz auf dem Kopf fast nicht auszuhalten. Während heute Basecaps und Fischerhüte das Bild prägen, fanden bis um 1900 der Gäulskopf und seine Verwandte, die Erntehaube, als Kopfbedeckung für die Frau Verwendung. Ein Pferdekopf als Sonnenschutz? Ja, ein Teil unserer örtlichen Tracht hat diesen lustigen Namen und schützte in schlichter Form bei der Feldarbeit seine Trägerin, wurde aber auch aufwendig verziert als schmückender Kopfputz zur Festtagstracht getragen.
Das Museum als außerschulischer Lernort

Die Bedeutung eines Museums bemisst sich nicht nur an Besucherzahlen oder Einnahmen. Ein Museum ist auch nicht nur die Ausstellung, die man besichtigen kann.
Ein Museum, welches den Namen verdient, hat vielfach mehr Aufgaben und Verpflichtungen zu erfüllen.
Laut Definition der ICOM (International Council of Museums) ist ein „Museum eine nicht gewinnorientierte, dauerhafte Institution im Dienst der Gesellschaft, die materielles und immaterielles Erbe erforscht, sammelt, bewahrt, interpretiert und ausstellt. Öffentlich zugänglich, barrierefrei und inklusiv, fördern Museen Diversität und Nachhaltigkeit. Sie arbeiten und kommunizieren ethisch, professionell und partizipativ mit Communities. Museen ermöglichen vielfältige Erfahrungen hinsichtlich Bildung, Freude, Reflexion und Wissensaustausch.“
Neben der Sammlungspflege, der konservatorischen Arbeit, der Erforschung und Dokumentation von Sammlungsbestandteilen, der Recherchearbeit zu externen Anfragen und der Öffentlichkeitsarbeit, ist auch die Bildungsarbeit fester Bestandteil des Betätigungsfeldes der Mitarbeiter.
Objekt des Monats Juli 2026 ‒ Schützenpokal

Die derzeitige Sonderausstellung zum 500-jährigen Jubiläum des Schützenwesens in Zella-Mehlis im Stadtmuseum Beschußanstalt wird von den Besuchern gut angenommen und wir haben schon diverse Neuzugänge zum Thema Schützenwesen in Form von Schenkungen erhalten. Einen besonderen Gegenstand, der sich hervorragend als Objekt des Monats eignet, wollen wir im Folgenden näher vorstellen. Es handelt sich um einen sogenannten Römer aus braun-grünem Glas, welches an Waldglas erinnert. Die auf einem Wickel-Fuß sitzende Kuppa, so die fachliche Bezeichnung für die obere Schale eines Trinkgefäßes, ist bemalt und mit einem Goldrand versehen.
Glossar
Beschußanstalt
Zur Regulierung des Beschusswesens wurden in Deutschland mit dem Gesetz vom 19. Mai 1891 Beschussprüfungen für alle zivilen Feuerwaffen vorgeschrieben. Die vorgesehenen Prüfmarken wurden per Verordnung vorgeschrieben. Die Prüfstellen wurden auf Anordnung der Landesregierungen zum 1. April 1893 eingerichtet. Es waren zuerst drei Beschussanstalten in Suhl, Zella-Mehlis und Oberndorf am Neckar, die später zu Beschussämtern wurden. Im Jahr 1905 gab es weitere Prüfstellen in Frankfurt an der Oder, Sömmerda, München und in Germersheim.
Museum
"Ein Museum ist eine nicht gewinnorientierte, dauerhafte Institution im Dienst der Gesellschaft, die materielles und immaterielles Erbe erforscht, sammelt, bewahrt, interpretiert und ausstellt. Öffentlich zugänglich, barrierefrei und inklusiv, fördern Museen Diversität und Nachhaltigkeit. Sie arbeiten und kommunizieren ethisch, professionell und partizipativ mit Communities. Museen ermöglichen vielfältige Erfahrungen hinsichtlich Bildung, Freude, Reflexion und Wissensaustausch."
ICOM-Museumsdefinition 2023















