Zella-Mehlis ist reich an Geschichte(n)!
Neuigkeiten
Neuerscheinung über das Stadtarchiv und seinen Förderverein

In jüngster Zeit ist ein weiteres Heft aus der Reihe „Zella-Mehliser heimatgeschichtliche Beiträge“ publiziert worden. Bei dem besagten Heft handelt es sich um den elften Band mit dem Titel „Vom Stadtarchiv Zella-Mehlis und seinem Förderverein – Ein Fragment“.
Objekt des Monats Oktober 2026 ‒ Hamsterwagen

Ein Objekt, gleich im Eingangsbereich der stadtgeschichtlichen Ausstellung, soll heute näher beleuchtet werden. Schon einige Besucher haben gefragt, was das für ein Ding ist und wozu es wohl diente. Es ist ein sogenannter Hamsterhandwagen. Dabei ist es eigentlich nur zu begrüßen, wenn die Menschen mit diesem Begriff nichts mehr anzufangen wissen. Denn dieser Wagen hat leider nichts mit den gleichnamigen putzigen und bedauerlicherweise auch immer weniger werdenden Feldtieren oder den goldigen Hausgenossen zu tun, sondern er hatte einen sehr ernsten Hintergrund.
Das war das Stadtfest 2026 in den Museen Zella-Mehlis!
Das 35. Stadtfest (Ruppertusmarkt) in Zella-Mehlis ist nun auch schon wieder Geschichte! Die Museen der Stadt blicken auf ein ereignisreiches, buntes Programm mit vielen großen und kleinen Besuchern zurück!
Das Stadtmuseum Beschußanstalt und das Technikmuseum Gesenkschmiede waren am Samstag (12. September) und Sonntag (13. September) jeweils ab 10.00 Uhr unentgeltlich geöffnet. Außerdem erwartete das Heimatmuseum Benshausen am Sonntag (13. September) ab 10.00 Uhr interessierte Besucher zum Tag des offenen Denkmals, ebenfalls unentgeltlich.
Neuerscheinung über Schießstände in Zella-Mehlis

Es ist vollbracht! Das Heft Nummer 10 aus der Reihe „Zella-Mehliser heimatgeschichtliche Beiträge“ mit dem Titel: „Historische Schießstände in Mehlis, Zella St. Blasii und Zella-Mehlis“. Das unter der Autorenschaft von Konrad Elßmann entstandene Werk gibt auf 78 Seiten einen Überblick über die einst in unserer Stadt vorhandenen Schießstände.
Objekt des Monats September 2026 ‒ Schmelztiegel

Im September 1994 wurden bei Abriss- und Bauarbeiten in der Zellaer Kirchstraße dutzende an Fliegerbomben erinnernde zylindrische Hohlkörper gefunden. Die Herkunft und der ehemalige Verwendungszweck dieser Hohlkörper waren zunächst rätselhaft. Wie aber gleich vermutet wurde, haben diese Zylinder etwas mit einer Gießerei zu tun. Schließlich wurden einige unbeschädigte Exemplare in das damalige Heimatmuseum verbracht und fanden endlich 2002 in der neu gestalteten Ausstellung zur Geschichte der Eisengewinnung und -verarbeitung im heutigen Stadtmuseum Beschußanstalt als wichtiger Sachzeuge zur Industriegeschichte unserer Stadt ihren Platz.
Objekt des Monats August 2026 ‒ Gäulskopf

Heuer hat uns der Juni die bisher heißesten Tage des Jahres beschert. Früher war das gefühlt dem Juli und August vorbehalten. Ohne Sonnenschutz auf dem Kopf fast nicht auszuhalten. Während heute Basecaps und Fischerhüte das Bild prägen, fanden bis um 1900 der Gäulskopf und seine Verwandte, die Erntehaube, als Kopfbedeckung für die Frau Verwendung. Ein Pferdekopf als Sonnenschutz? Ja, ein Teil unserer örtlichen Tracht hat diesen lustigen Namen und schützte in schlichter Form bei der Feldarbeit seine Trägerin, wurde aber auch aufwendig verziert als schmückender Kopfputz zur Festtagstracht getragen.
Glossar
Beschußanstalt
Zur Regulierung des Beschusswesens wurden in Deutschland mit dem Gesetz vom 19. Mai 1891 Beschussprüfungen für alle zivilen Feuerwaffen vorgeschrieben. Die vorgesehenen Prüfmarken wurden per Verordnung vorgeschrieben. Die Prüfstellen wurden auf Anordnung der Landesregierungen zum 1. April 1893 eingerichtet. Es waren zuerst drei Beschussanstalten in Suhl, Zella-Mehlis und Oberndorf am Neckar, die später zu Beschussämtern wurden. Im Jahr 1905 gab es weitere Prüfstellen in Frankfurt an der Oder, Sömmerda, München und in Germersheim.
Museum
"Ein Museum ist eine nicht gewinnorientierte, dauerhafte Institution im Dienst der Gesellschaft, die materielles und immaterielles Erbe erforscht, sammelt, bewahrt, interpretiert und ausstellt. Öffentlich zugänglich, barrierefrei und inklusiv, fördern Museen Diversität und Nachhaltigkeit. Sie arbeiten und kommunizieren ethisch, professionell und partizipativ mit Communities. Museen ermöglichen vielfältige Erfahrungen hinsichtlich Bildung, Freude, Reflexion und Wissensaustausch."
ICOM-Museumsdefinition 2023














