Neuerscheinung

Es ist vollbracht! Das Heft Nummer 10 aus der Reihe „Zella-Mehliser heimatgeschichtliche Beiträge“ mit dem Titel: „Historische Schießstände in Mehlis, Zella St. Blasii und Zella-Mehlis“. Das unter der Autorenschaft von Konrad Elßmann entstandene Werk gibt auf 78 Seiten einen Überblick über die einst in unserer Stadt vorhandenen Schießstände.
Anlässlich des Jubiläums „500 Jahre Schützenwesen in Zella-Mehlis“ hat der Autor das Thema Schießstände aufgegriffen und einer Betrachtung unterzogen.
Dabei beschränkt er sich nicht nur auf die historischen Schießstände, sondern geht etwas über die Thematik hinaus und berührt auch Randgebiete. Dies ist im Interesse der Heimatgeschichte so gewollt. Bei der Bearbeitung eines Themas ergeben sich natürlich stets neue Fragen, die weitere Recherchen erfordern. Leider können die einst so zahlreichen Kenner des heimischen Büchsenmacherhandwerks heute dazu keine Auskunft mehr geben. Umso wichtiger ist es, auch den kleinsten Hinweis zur Historie zu beachten und festzuhalten.
Das vorliegende Heft soll die bisherigen Veröffentlichungen zum Zella-Mehliser Büchsenmacherhandwerk ergänzen.

Schon lange vor der ersten Erwähnung eines Eisenhammers im Jahr 1357 gab es in unserem Talkessel Bergbau und Eisenverarbeitung. Bevor Feuerwaffen produziert wurden, stellte man hier Hieb- und Stichwaffen sowie Harnische und Armbrüste her. Im Jahr 1563 erließ Georg Ernst von Henneberg Innungsartikel für Schlosser, Sporen-, Winden- und Büchsenmacher.
Zu dieser Zeit wurden bereits Büchsenrohre produziert und deren Festigkeit überprüft, d. h. dem sogenannten Beschuss unterzogen. Dies erfolgte in sogenannten Beschießhütten, von denen es in Zella St. Blasii und Mehlis bis 1893 jeweils eine gab.
Laut Gesetz Nr. 1951 vom 22. Mai 1891 mussten in Deutschland alle Läufe und Verschlüsse nach einem einheitlichen Reglement geprüft werden. Daraufhin wurde für Zella St. Blasii und Mehlis von 1892 bis zum 1. April 1893 eine neue Beschussanstalt an der Grenze beider Orte errichtet. Nach dem Beschuss wird die Waffe bis zum Erreichen ihrer Funktionstüchtigkeit weiterbearbeitet. Dieser Arbeitsgang ist für den Produzenten äußerst wichtig und unumgänglich. Er nennt sich Einschießen und dabei kommt der Schießstand ins Spiel.
Es lag also nahe, sich einmal mit den Schießständen in unserem Ort, der früher ein Schwerpunkt der Handfeuerwaffenproduktion in Deutschland war, zu befassen.
Das Heft kann ab dem Stadtfest (12./13. September) im Stadtmuseum und im Technikmuseum oder hier online im Museumsladen » erworben werden.












