Das war das Stadtfest 2026 in den Museen Zella-Mehlis!
Das 35. Stadtfest (Ruppertusmarkt) in Zella-Mehlis ist nun auch schon wieder Geschichte! Die Museen der Stadt blicken auf ein ereignisreiches, buntes Programm mit vielen großen und kleinen Besuchern zurück!
Das Stadtmuseum Beschußanstalt und das Technikmuseum Gesenkschmiede waren am Samstag (12. September) und Sonntag (13. September) jeweils ab 10.00 Uhr unentgeltlich geöffnet. Außerdem erwartete das Heimatmuseum Benshausen am Sonntag (13. September) ab 10.00 Uhr interessierte Besucher zum Tag des offenen Denkmals, ebenfalls unentgeltlich.
Das Stadtmuseum Beschußanstalt empfing an diesem Wochenende ca. 250 Besucher, während das Technikmuseum Gesenkschmiede vor allem am Sonntag, dem Tag des offenen Denkmals, mit etwa 70 Besuchern ebenfalls viel Zuspruch erfahren hat.
Im Stadtmuseum Beschußanstalt wurden an beiden Tagen zu festen Zeiten wieder besondere Führungen hinter die Kulissen angeboten. Unter dem Motto „Was machen die eigentlich, wenn keine Besucher da sind?“ konnten sich interessierte Besucher nach Voranmeldung auf eine Entdeckungsreise in die Depots und Arbeitsräume des Museums begeben. Die beiden Museums-Mitarbeiterinnen Maria Seeberg und Jessica Keil gaben Einblicke in die tägliche Arbeit der Museen abseits der Dauerausstellung. Von der Bedeutung des Sammelns im Rahmen eines Sammlungskonzeptes für Zella-Mehlis zur Sicherung des historischen Erbes und als Gedächtnis der Stadtgeschichte über die Verpflichtung als außerschulischer Lernort, Recherchemöglichkeit und -tätigkeit, die Bedeutung des Erforschens und Dokumentierens von Sammlungsgut und den Geschichten dahinter bis hin zur Öffentlichkeitsarbeit und Sichtbarmachung der Museen in Sozialen Medien, der lokalen Presse, in Ferien- und Urlaubsunterkünften und -zielen. Auch das Überwachen des Sammlungsguts auf mögliche Beschädigungen, das Weiterentwickeln und Modernisieren der Dauerausstellungen, das Planen von Sonderausstellungen, das Entwickeln und Umsetzen von museumspädagogischen Projekten wie den Museumsrallyes und Maskottchen oder die Digitalisierung der Sammlungskartei sind Aufgaben der Museumsmitarbeiter, die der Besucher im Normalfall nicht mitbekommt. Die stetige Bewegung und Vielfalt hinter den Kulissen ließ die Führungsteilnehmer staunen und die Arbeit der Mitarbeiter nochmals mehr wertschätzen.
Mit „Burni“, dem Museumsmaskottchen des Stadtmuseums, ging es für die kleineren Besucher auf eine spannende Erkundungstour durch die Dauerausstellung. Wer die Fragen der Museumsrallye gut beantwortet hatte, bekam am Ende sogar einen kleinen Preis. Mehr als 10 Kinder, teils aus Zella-Mehlis, teils im Urlaub hier, nutzten gemeinsam mit ihren Familien am Stadtfestwochenende das Angebot und rätselten sich durch das Museum. Dabei wurden auch einige spannende Stationen erkundet, wie die Mercedes-Schreibmaschine zum Selbst-Ausprobieren oder das Erklingen lassen des Werbesongs der Mercedes Büromaschinen Werke. Natürlich war auch das Lasergewehr der Fa. I.G. Anschütz, wo die eigene Treffsicherheit erprobt werden konnte, wieder ein besonderer Anziehungspunkt in der Dauerausstellung.
Auch für regelmäßige Museumsgänger gab es Neues zu entdecken. So konnte z.B. die aktuelle Sonderausstellung zu „500 Jahre Schützenwesen“ besichtigt werden, welche die Entwicklung des Schützenwesens aufzeigt und mit zahlreichen seltenen Objekten liebevoll und informativ gestaltet wurde.
Manche Besucher reisten eigens für das Stadtfest auch von weiter weg an und waren dann begeistert von unseren Ausstellungen und Angeboten. So hatten wir z.B. u.a. Besuch aus Marktbreit, der Partnergemeinde von Benshausen, der sich unsere Dauerausstellung von Heinrich Jung, Mitglied des Geschichts- und Museumsvereins und ehem. Verleger, genau erklären ließ.
In bewährter Weise sorgte der Geschichts- und Museumsverein Zella-Mehlis e.V. am Festwochenende in und um das Stadtmuseum Beschußanstalt für Unterhaltung und das leibliche Wohl.
Ob man es sich bei Kaffee und Kuchen oder einer deftigen Bratwurst und einem Kaltgetränk im Vereinskeller oder draußen in der großen Sitzlaube gemütlich machen wollte, blieb jedem selbst überlassen. Abends gab es mit eigens in Einhausen durch ein Museumsvereinsmitglied frisch im Steinofen gebackenem Zwiebelkuchen noch ein ganz besonderes Highlight. Und für Weinliebhaber hatte der Förderverein eine feine Auswahl im Angebot.
Im Vereinskeller konnte man im Hausflohmarkt den ein oder anderen Schatz zum mit nach Hause nehmen entdecken oder im Außenbereich dem Schmied beim Formen des glühenden Eisens zuschauen. Für die Kleinen gab es eine Spielstation mit Bälle werfen, Enten angeln oder mit bunten Kreiden Bilder malen.
Am Samstag Abend ab 18:00 Uhr startete der allseits beliebte musikalische Mitmachabend in der „Kellerwirtschaft“ des Stadtmuseums, zu welchem der Geschichts- und Museumsverein alljährlich, nun schon traditionell einlädt. Wie schon in den vergangenen Jahren platzte der Vereinskeller zeitweise aus allen Nähten und die Gäste sangen, musizierten und feierten ausgelassen bis tief in die Nacht.
Im Technikmuseum Gesenkschmiede ging es hingegen etwas ruhiger zu, was dem Umstand geschuldet ist, dass die Einrichtung weiter weg vom Stadtfestgeschehen liegt.
Aber auch hier nutzten einige Besucher die gute Gelegenheit zum Besuch des technischen Denkmals mit seinen historischen Maschinen und der Sonderausstellung „Industriegeschichte Zella-Mehlis“, wo der Film: „Historisch gewachsene Wirtschaftskraft“ angeschaut werden konnte.
Zusätzlich erwartete das Heimatmuseum Benshausen am Sonntag (14. September) von 10.00 bis 17.00 Uhr interessierte Besucher anlässlich des Tages des offenen Denkmals. Simone Perkounig stand ca 80 Besuchern, davon 10 Kinder, an diesem Tag mit Wissenswertem und Interessantem zur Seite.
Die in diesem Jahr zum Internationalen Museumstag neu eingeführte Museumsrallye konnte getestet werden und „Winja“, das Maskottchen des Heimatmuseums freute sich über kleine Gäste und ihre Familien.
Die Ausstellung „Daniel Elster – Musiklehrer aus Benshausen“ zog ebenfalls interessierte Besucher an, die sich im Anschluss an den Museumsrundgang bei leckerem Kaffee und Kuchen im Gewölbekeller stärken konnten.


In allen drei Zella-Mehliser Museen gab es also wieder viel zu entdecken und zu erleben! Wir bedanken uns herzlich bei allen Mitwirkenden und Besuchern für die tollen Tage und freuen uns jetzt bereits auf das Stadtfest 2027!












