Zella-Mehlis ist reich an Geschichte(n)!
Neuigkeiten
Objekt des Monats Februar 2024 – Römische Münze

Die Anfänge unserer Stadtgeschichte liegen im Dunkeln, heißt es in alten Chroniken. Erste schriftliche Hinweise finden sich in den Urkunden im Zusammenhang mit der Gründung des Klosters St. Blasii im Jahre 1111/12. Von der Zeit davor zeugen Funde, die der Boden zufällig oder bei systematischen Ausgrabungen zutage förderte. Sie zeigen, dass der Zella-Mehliser Talkessel, der an einem seit der Steinzeit regelmäßig genutzten Gebirgsübergang liegt, schon lange von Menschen aufgesucht wurde. Wann sich jedoch die ersten Siedler hier dauerhaft niederließen, kann nur vermutet werden, hier fehlen noch die entscheidenden Belege.
Objekt des Monats Januar 2024 – Schneekopfkugeln

Im Thüringer Wald wurde schon so mancher Schatz vermutet, wie alte Sagen berichten. Vor allem Eisen, Kupfer, aber auch Silber und sogar Gold holten die Bergleute über Jahrhunderte aus den Tiefen des Thüringer Waldes. Einem Schatz schenkten die einheimischen Bergleute jedoch kaum Beachtung – den sogenannten Schneekopfkugeln. Lediglich Reisende aus fernen Gegenden suchten vermutlich in unserer Region nach verborgenen Schätzen und geeigneten Mineralien für die Glasherstellung, worauf Flurnamen wie „Venetianerstein“ oder „Venetianerbrunnen“ hinweisen. Ob diese Menschen tatsächlich nach Mineralien für die Glasherstellung suchten, lässt sich nicht mit Sicherheit nachweisen. Die vermeintlichen Schatzsucher haben jedoch durch ihre fremde Sprache und ihr seltsames Verhalten in ganz Mitteleuropa zur Sagenbildung angeregt.
Objekt des Monats Dezember 2023 – Kerzentauchbehälter

Weihnachten steht wieder einmal vor der Tür. Allerorts wird die Adventsdekoration herausgeholt. Alles funkelt und glitzert. Und seit jeher erhellen Kerzen die Räume und Fenster und tauchen alles in ein gemütliches, warmes Licht.
Unser Objekt des Monats Dezember steht in der Dauerausstellung im Bereich der Heimatstube.
Es handelt sich dabei um einen Kerzentauchständer, den das Stadtmuseum als Leihgabe erhalten hat.
Neue Ausstellung im Stadtmuseum

Am Samstag, dem 2. Dezember 2023 um 14.00 Uhr findet im Stadtmuseum in der Beschußanstalt die Eröffnung einer Sonderausstellung statt. Die Ausstellung trägt den Titel „Panta rhei – Alles fließt“. Gezeigt werden Werke der Malerei und Grafik von Angelika Hoffmann/Ebertshausen, vielen Zella-Mehlisern bekannt als ehemalige Inhaberin von „Ankes Trachtenhaus“ in der Mühlstraße 6, das heute von ihrer Tochter weitergeführt wird.
Wir suchen Verstärkung!
Die Stadt Zella-Mehlis unterhält drei Museen, in denen in interessanter und aufwändiger Weise die geschichtlichen Besonderheiten der Stadt bewahrt werden.
Es ist uns ein großes Anliegen, die Geschichte unserer Stadt auch künftigen Generationen nahezubringen. Zur zeitweisen Unterstützung und Verstärkung unseres Museumsteams suchen wir interessierte Personen.
Objekt des Monats November 2023 – Notgeld

Vor 100 Jahren, im November 1923, erreichte die Hyperinflation in der jungen Weimarer Republik ihren Höhepunkt. Die deutsche Wirtschaft lag am Boden, der Staat war pleite. Um seine Schulden dennoch bezahlen zu können, wurde immer mehr Geld gedruckt. Die Hyperinflation war eine Spätfolge des Ersten Weltkriegs, der viel Geld kostete: für Soldaten und ihre Verpflegung, für Waffen und Munition, für Transport und Logistik. Geld, das das Deutsche Reich nicht hatte.
Glossar
Beschußanstalt
Zur Regulierung des Beschusswesens wurden in Deutschland mit dem Gesetz vom 19. Mai 1891 Beschussprüfungen für alle zivilen Feuerwaffen vorgeschrieben. Die vorgesehenen Prüfmarken wurden per Verordnung vorgeschrieben. Die Prüfstellen wurden auf Anordnung der Landesregierungen zum 1. April 1893 eingerichtet. Es waren zuerst drei Beschussanstalten in Suhl, Zella-Mehlis und Oberndorf am Neckar, die später zu Beschussämtern wurden. Im Jahr 1905 gab es weitere Prüfstellen in Frankfurt an der Oder, Sömmerda, München und in Germersheim.
Museum
"Ein Museum ist eine nicht gewinnorientierte, dauerhafte Institution im Dienst der Gesellschaft, die materielles und immaterielles Erbe erforscht, sammelt, bewahrt, interpretiert und ausstellt. Öffentlich zugänglich, barrierefrei und inklusiv, fördern Museen Diversität und Nachhaltigkeit. Sie arbeiten und kommunizieren ethisch, professionell und partizipativ mit Communities. Museen ermöglichen vielfältige Erfahrungen hinsichtlich Bildung, Freude, Reflexion und Wissensaustausch."
ICOM-Museumsdefinition 2023














