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Museum Zella-Mehlis

Willkommen

ACHTUNG! Die in unseren Flyern angegebene E-Mail "museum@zella-mehlis.de" funktioniert nicht. Bitte verwenden Sie das Formular auf dieser Seite oder senden Sie Anfragen über "museum@gumv.de"!

 

Zella-Mehlis ist reich an Geschichte!

Die Museen der Stadt Zella-Mehlis vereinen mit dem Stadtmuseum in der Beschußanstalt », dem Technikmuseum Gesenkschmiede » und dem Heimatmuseum Benshausen » eine museale Erlebnis- und Bildungswelt in den Bereichen Stadtgeschichte, Kulturgeschichte, Industriegeschichte, Technikgeschichte und Volkskunde.
Erfahren Sie mehr über die Vergangenheit der Stadt, über deren Berühmtheiten, über Erfindungen, sportliche sowie technische Besonderheiten und lernen Sie Zella-Mehlis und Benshausen von einer anderen Seite kennen!
Viele meinen, nachdem sie ein Stadt- oder Heimatmuseum besucht haben, kennen sie alle, weil sie sich oft ähneln ... unsere Museen sind anders!  Kommen Sie uns besuchen und Sie werden überrascht sein, wie ein Museum sein kann, klar gegliedert, informativ, interessant gestaltet ... und Sie werden dann wissen, was die Welt ohne Zella-Mehlis wäre – undenkbar!

Neuigkeiten

Objekt des Monats Mai 2024 – Rasierklingenschärfer

Objekt des Monats Mai 2024 – Rasierklingenschärf

Heute zeigen wir ein interessantes Relikt aus alten Zeiten: den Rasierklingenschärfer „Sieger“ der Firma Gebrüder Schmidt, Zella-Mehlis, den es baugleich auch von anderen Herstellern gab, u.a. mit dem Logo „Siemens“. Ohne scharfe Klinge ist jede Rasur nichts. Neben der Rasurvorbereitung mit Rasierseife, dem gekonnten Einsatz des Rasierwerkzeugs und der Nachbehandlung gereizter Haut mit geeigneten Pflegemitteln ist vor allem die Schärfe der Klinge entscheidend. Denn nur wenn die Klinge scharf ist, schneidet sie einwandfrei und hautschonend. Während ein Rasiermesser vor jeder Rasur geschärft wird, legt man in einen Rasierhobel eine neue Rasierklinge ein, sobald die alte mehr rupft, als schneidet – oder man schärft sie nach. Bis zu den heutigen Einwegrasierern war es ein weiter Weg.

Rasiermesserschärfer
Gerät zum Abziehen bzw. Schärfen des Rasiermessers

Rasieren (von lateinisch rasura „schaben, kratzen“) bedeutet, die Haare mit einer Klinge bis knapp über die oberste Hautschicht abzuschneiden, so dass sie nicht mehr spürbar sind. Die Haare werden dabei nicht entfernt, sondern nur gekürzt. Wie Höhlenmalereien aufzeigen, schabten sich die Menschen bereits vor ca. 25.000 Jahren mit einfachen Werkzeugen die Haare ab.

Die ersten Rasiermesser bestanden aus geschliffenem Feuerstein, Muschelschalen oder Haifischzähnen. Es wurden auch Schaber aus Bronze gefunden. Die alten Ägypter benutzten Messer aus Kupfer oder Gold, beide Metalle waren nicht sehr hart und die Schärfe ließ sicher zu wünschen übrig. Die Römer verwendeten unter anderem Bimsstein. In Südamerika hingegen zupften die Ureinwohner die Haare aus, anstatt sie zu rasieren.

Ursprünglich hatte das Rasiermesser eine feststehende Klinge, aber schon um 1550 v. Chr. sind erste Klappmesser bekannt. Besonders gute Rasiermesser kamen aus den Messermetropolen Solingen und Sheffield. Die Nassrasur der Barthaare erfolgte traditionell beim Barbier mit dem Rasiermesser. Dieser Beruf ist in den meisten Kulturkreisen selten geworden, erlebt aber in jüngster Zeit mit den „Barbershops“ wieder eine Renaissance.

Erst die Erfindung des „Rasierhobels“ mit doppelseitiger Sicherheitsrasierklinge durch King Camp Gillette im Jahre 1901 ermöglichte die tägliche Rasur zu Hause. Im Ersten Weltkrieg wurden diese Geräte von amerikanischen Soldaten in großer Zahl verwendet, um die erstmals eingesetzten Gasmasken luftdicht am Gesicht abzudichten. Später kamen hygienische Gründe hinzu. Nach dem Ersten Weltkrieg gewannen Rasierhobel und Rasierklingen rasch an Verbreitung und Beliebtheit und verdrängten das Rasiermesser.

Verschiedene Rasierer
Klapp-Rasiermesser, Rasierhobel und einfacher Klingenhalter

Früher kostete eine Klinge vielleicht nur 5 bis 10 (Reichs-)Pfennige, aber dafür musste „Mann“ bei dem damaligen Stundenlohn ein Vielfaches mehr arbeiten als wir heute für 10 Euro-Cent. Insofern war eine Klinge für die weniger Begüterten keineswegs ein Wegwerfartikel, sondern wurde nach 5, 7 oder 10 Rasuren nachgeschliffen. In der Folgezeit gab es viele Varianten und Systeme zum Nachschärfen der Klingen

Zwei Klingenschärfer
Zwei „Konkurrenzprodukte“ aus unserer Sammlung, der „Rollfix“ (oben) und der „Rotbart Tank“ (unten), jeweils geschlossen und geöffnet

Während bei den meisten, oft auch teureren, Modellen kurbeln muss, funktioniert das Zella- Mehliser Modell „Sieger“ der Gebrüder Schmidt anders. In der Gebrauchsanweisung ist folgendes zu lesen: „Nach dem Öffnen des Apparates wird die Klinge auf die beiden Aufnahmezapfen gelegt und hierauf der Apparat wieder geschlossen. Die zu schärfende Klinge muß sauber und trocken und darf nicht ausgebrochen sein. Das Scharfschleifen der Klinge geschieht folgendermaßen:Der Apparat wird am Schlaufenende der Antriebsschnur aufgehängt; mit der einen Hand wird die Antriebsschnur leicht gespannt und dann der Apparat mit der anderen Hand auf dieser Schnur etwa 15 Mal hin- und hergezogen. …“

Sieger mit Klinge
Der geöffnete Klingenschärfer mit eingelegter Klinge

Benutzung
So ungefähr hat es funktioniert

Die Außenschalen des Klingeschärfers waren aus Bakelit konnten in mehreren Farbvarianten, schwarz, rotbraun oder marmoriert, erworben werden.

Firmenlogo
Außenschale aus rotbraunem, marmoriertem Bakelit mit dem Firmenlogo

Werkzeug
Eine Hälfte des Spritzwerkzeugs der Fa. Gebr. Schmidt für die Außenschalen

Verpackungen
Verschiedene Verkaufsverpackungen für den „Sieger“

Angesichts der heutigen Wegwerfmentalität und der damit verbundenen Forderung nach mehr Nachhaltigkeit hat dieses kleine Stück Rasiergeschichte vielleicht in Zukunft wieder eine Chance. (ls)

Zella-Mehlis verbindet
 

Aktuell

100 Jahre Regenberghütte

Ausstellungen

Plakat

Sonderausstellung Industriegeschichte

Imagefilm Zella-Mehlis

Unsere Gäste sind immer wieder erstaunt, was man in unserer Stadt alles erleben kann: Spannende Entdeckungen im Technikmuseum Gesenkschmiede und im Stadtmuseum in der Beschußanstalt, beeindruckende Kunstwerke im Bürgerhaus, exotische Begegnungen im Meeresaquarium, naturwissenschaftliche Phänomene in der Explorata-Mitmachwelt, Badespaß in den Erlebnisfreibädern und vieles mehr! Ob Sie sich für Technik interessieren, Kunst und Kultur bevorzugen oder sich als Familie mit Ihren Kindern wohlfühlen möchten – Zella-Mehlis hat für viele Geschmäcker das passende Angebot!

 

Öffnungszeiten

  Stadtmuseum in der Beschußanstalt Technikmuseum Gesenkschmiede
Montag: geschlossen 10 – 17 Uhr
Dienstag: geschlossen 10 – 17 Uhr
Mittwoch: geschlossen geschlossen
Donnerstag: 10 – 17 Uhr geschlossen
Freitag: 10 – 17 Uhr geschlossen
Samstag: 10 – 16 Uhr 10 – 16 Uhr
Sonntag: 10 – 16 Uhr 10 – 16 Uhr
Feiertags: 10 – 16 Uhr 10 – 16 Uhr

An vier Tagen bleiben die Museen geschlossen:
Neujahr, Christi Himmelfahrt, Heiligabend und Silvester.

Heimatmuseum Benshausen

Das Heimatmuseum Benshausen hat 2024 voraussichtlich an folgenden Tagen von 14.00 – 17.00 Uhr geöffnet (Änderungen vorbehalten!):

14. Januar, 18. Februar, 10. März, 21. April, 19. Mai, 9. Juni, 14. Juli, 11. August, 8. September, 13. Oktober, 10. November, 8. Dezember

Besuche zu anderen Zeiten nur nach vorheriger Vereinbarung.
Eberhard und Erika Mann / Telefon: (03 68 43) 6 07 62

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Sie sind der 16985. Besucher seit dem 1. Januar 2024

 

Zella-Mehlis –
Historisch gewachsene Wirtschaftskraft

Zella-Mehlis kann auf eine bewegte und erfolgreiche Wirtschaftsgeschichte zurückblicken. Hier wurde der Lauf von internationalen Automarken beeinflusst, Weltkonzerne gegründet und dafür gesorgt, dass James Bond die Welt retten kann. Und auch heute finden sich hier Wirtschaftszweige, die man auf den ersten Blick nicht vermuten würde. Die Langversion dieses Filmes, welcher in Zusammenarbeit mit mamoni media » entstanden ist, können Sie im Technikmuseum Gesenkschmiede » sehen.

Partner/Kooperationen

Erlebnispark Meeresaquarium Explorata Mitmachwelt Galerie im Bürgerhaus Thüringer Wald Card Mehrkindfamilienkarte Thüringen Schmieden in der Gesenkschmiede

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