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Museum Zella-Mehlis

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Objekt des Monats

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Objekt des Monats Februar 2023 – Biathlongewehr

Objekt des Monats

In Oberhof findet 2023 eine Doppel-Weltmeisterschaft statt. Ende Januar trafen sich die besten Rennrodler und im Februar werden die Biathlon-Titelkämpfe ausgetragen. Daher haben wir mal in den Sammlungen gestöbert und ein passendes Exponat gefunden – das Biathlongewehr von Kati Wilhelm, vom SC „Motor“ Zella-Mehlis.

Das Gewehr ist eine spezielle Mehrlade-Kleinkaliberbüchse der Firma Anschütz (Biathlongewehr Anschütz 1827F), welches im Biathlonsport verwendet wird. Dazu verfügt es über eine an den Sportler individuell angepasste Schäftung, ein Tragesystem und eine Dioptervisierung. Die Gesamtlänge beträgt 104 cm bei einer Lauflänge von 55 cm, das Gewicht beträgt 4,0 kg.

Gesamtansicht
Das Biathlongewehr Anschütz 1827F aus unserer Sammlung ist eine Leihgabe von Kati Wilhelm

Die Ursprünge des Biathlons liegen in der Militärpatrouille, einem Wettkampf der Skisoldaten. Dementsprechend wurden die jeweiligen Militärgewehre als Waffen verwendet. Die ersten Skiwettkämpfe mit Schießeinlagen wurden 1796 in Norwegen veranstaltet. International wurde erstmals 1924 ein militärischer Patrouillenlauf als olympischer Demonstrationswettbewerb abgehalten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde dieser Sport entmilitarisiert und das Internationale Olympische Komitee (IOC) erkannte 1954 Biathlon als eigenständige Sportart an. Geschossen wurde immer noch mit Militärwaffen. Die Schussdistanzen bei den Wettbewerben waren dementsprechend groß, sie betrugen 100, 150, 200 und 250 Meter. Die erste Biathlon-Weltmeisterschaft der Herren fand 1958 in Saalfelden (Österreich) statt. Bei den Olympischen Spielen 1960 in Squaw Valley (USA), wo der bekannte Skispringer Helmut Recknagel olympisches Gold errang, stand erstmals auch Biathlon der Herren auf dem olympischen Programm. Die letzte Weltmeisterschaft mit Militärgewehren im Großkaliber fand 1977 statt. Im darauf folgenden Jahr wurde Kleinkaliber eingeführt. Damit konnte die Schussdistanz auf heute noch übliche 50 Meter verkürzt werden. Gleichzeitig wurden auch einheitliche Reglements zur Beschaffenheit der Waffen eingeführt, alle Biathlonwaffen sind seither Kleinkaliber-Mehrlader. Selbstladegewehre sind unzulässig. Beim Gewicht gibt es einigen Spielraum, es darf zwischen 3,5 und 7,5 kg liegen. Um den verschiedenen Ansprüchen der Sportler gerecht zu werden, gibt es beispielsweise Biathlongewehre für Rechts- und Linkshänder. Auch die Schäfte werden in Form und Aussehen individuell, teils nach den persönlichen Vorlieben, an die Athleten angepasst, Klappschäfte sind verboten

Schaft
Mit der verstellbaren Schaftkappe und -backe lässt sich das Gewehr individuell einstellen

Die Gesamtlänge und die Lauflänge der Waffen sind nicht beschränkt, es hat sich aber in der Praxis eine etwa einheitliche Lauflänge durchgesetzt. Die zugelassenen Magazine sind auf fünf Patronen beschränkt, wobei für die Staffelwettbewerbe pro Schießen drei Reservepatronen mitgeführt werden dürfen. Bei unserem Gewehr sind in den Magazinböden entsprechende Halterungen.

Magazinhalter
Am Vorderschaft befindet sich eine Halterung für vier Magazine

Nicht erlaubt sind Zielfernrohre, es muss eine offene Visierung verwendet werden. Hier hat sich die Dioptervisierung durchgesetzt. Klappen an der Vorderseite von Diopter und Korntunnel schützen vor dem Eindringen von Schnee oder Regen. Während der Laufrunden des Wettbewerbs werden die Gewehre mit rucksackähnlichen Tragesystemen von den Athleten auf dem Rücken getragen.

Laufmündung
Die Klappe an der Laufmündung schützt Diopter und Korntunnel

Beim Schießen ist Schnelligkeit Trumpf und so wurden im Laufe der Jahre verschiedenste Systeme entwickelt um die Zeit für das Nachladen zu verkürzen. In Finnland wurde zunächst ein Gewehr mit seitlichem Kniehebelverschluss entwickelt, mit dem Nachteil, dass der Spannweg des Spannhebels sehr lang war und die Hand für den Nachladevorgang vom Pistolengriff genommen werden musste. Das beeinträchtigte die Stabilität von Schütze und Gewehr. Auch in der Sowjetunion wurde ein verbessertes Kleinkaliber-Biathlongewehr entwickelt, das heute noch gefertigt wird. Um die Nachteile eines Seitenspanners zu verringern, wurde in der ehemaligen DDR so wie auch in Westdeutschland ein sogenannter Pistolengriff-Repetierer entwickelt, bei dem der Nachladevorgang durch ein Schwenken des Pistolengriffs durchgeführt wird. Aber auch bei diesem System besteht die Gefahr, dass sich das Schwenken des Pistolengriffes über die Schaftkappe auf die Schulter überträgt und so die Zielfindung erschwert, sie werden heute nicht mehr produziert.

Von all diesen Systementwicklungen hat sich schließlich das Anschütz-Fortner-Biathlongewehr durchgesetzt. Dieser sehr leichtgängige Verschluss kann sehr schnell mit dem Zeigefinger geöffnet und mit dem Daumen wieder geschlossen werden. Der überwiegende Teil der an internationalen Wettkämpfen teilnehmenden Biathleten verwenden heute Biathlongewehre von Anschütz.

In den Jahren nach der offiziellen Anerkennung dieser Sportart hat sich neben der Waffentechnik noch einiges entwickelt, so wurden die heute üblichen Klappscheiben 1980 erstmals eingeführt.

Die erste Frauenweltmeisterschaft fand 1984 in Chamonix (Frankreich) statt und seit den Olympischen Winterspielen 1992 in Albertville gibt es olympische Biathlon Frauenwettkämpfe bei den Olympischen Spielen. Mittlerweile gibt es im Biathlonsport Wettkämpfe für Männer und Frauen in mehreren Disziplinen: Sprint, Verfolgung, Massenstart sowie Einzel- und Staffelrennen.

Noch ein Wort zu unserem Gewehr. Das Anschütz-Biathlongewehr dieses Beitrages gehört der bekannten und sehr erfolgreichen Biathletin Kati Wilhelm. Los ging es für Kati Wilhelm 1983 im Skilanglauf im Trainingszentrum in Steinbach-Hallenberg, wo sie mit sieben Jahren schon so gut war, dass sie in den folgenden Jahren eine vielfältige Förderung erfuhr. Ab dem 14. Lebensjahr besuchte sie das Sportgymnasium in Oberhof, wo sie 1995 ihr Abitur machte. Ihre weitere Förderung und Unterstützung erhielt sie bei der Sportfördergruppe der Bundeswehr in Oberhof. Bei ihren ersten Olympischen Spielen 1998 in Nagano lief sie in der Disziplin Skilanglauf und holte mit der Staffel den fünften Platz. In der darauffolgenden Saison wechselte sie dann zum Biathlon und ging in der Saison 2000/2001 erstmals im Biathlon-Weltcup für den SC Motor Zella-Mehlis an den Start. Ihren ersten großen Erfolg feierte sie direkt bei ihrem ersten Rennen bei der Biathlon-Weltmeisterschaft 2001 in Pokljuka, wo sie im Sprintrennen die Goldmedaille gewann. Ab der Saison 2001/2002 setzte sich Kati endgültig in der Weltelite des Biathlons fest und erlangte bei Olympia in Salt Lake City geradezu Heldenstatus.

Kati Wilhelm
Kati Wilhelm bei den Olympischen Spielen in Turin 2006 (Foto: Bjarte Hetland/wikipedia.org)

Den Höhepunkt ihrer imponierenden Karriere feierte Kati Wilhelm 2006 bei den Olympischen Spielen in Turin. Dort trug sie bei der Eröffnungsfeier die Fahne der Deutschen Delegation und holte auch noch eine Goldmedaille in der 10-km-Verfolgung. Für ihre Erfolge wurde sie 2006 als Sportlerin des Jahres ausgezeichnet. Seit der Beendigung ihrer Karriere als aktive Sportlerin begleitet Kati Wilhelm die Übertragungen von Biathlonwettbewerben als Expertin. (ls)

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Dienstag: geschlossen 10.00 Uhr – 17.00 Uhr
Mittwoch: geschlossen geschlossen
Donnerstag: 10.00 Uhr – 17.00 Uhr geschlossen
Freitag: 10.00 Uhr – 17.00 Uhr geschlossen
Samstag: 10.00 Uhr – 16.00 Uhr 10.00 Uhr – 16.00 Uhr
Sonntag: 10.00 Uhr – 16.00 Uhr 10.00 Uhr – 16.00 Uhr
Feiertags: 10.00 Uhr – 16.00 Uhr 10.00 Uhr – 16.00 Uhr

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Zella-Mehlis –
Historisch gewachsene Wirtschaftskraft

Zella-Mehlis kann auf eine bewegte und erfolgreiche Wirtschaftsgeschichte zurückblicken. Hier wurde der Lauf von internationalen Automarken beeinflusst, Weltkonzerne gegründet und dafür gesorgt, dass James Bond die Welt retten kann. Und auch heute finden sich hier Wirtschaftszweige, die man auf den ersten Blick nicht vermuten würde. Die Langversion dieses Filmes, welcher in Zusammenarbeit mit mamoni media » entstanden ist, können Sie im Technikmuseum Gesenkschmiede » sehen.

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